Schüttgut
Als Schüttgut werden riesel- oder fließfähige feste Materialien bezeichnet, die lose vorliegen und sich beispielsweise lagern, fördern, austragen oder dosieren lassen.
Welche Eigenschaften haben Schüttgüter?
Schüttgut ist nicht gleich Schüttgut. Die einzelnen Materialien unterscheiden sich zum Teil erheblich in ihren physikalischen Eigenschaften. Typische Schüttgüter sind Pulver, Granulate, Pellets, Flocken oder Fasern. Sie kommen als Rohstoffe, Zwischenprodukte oder Zusatzstoffe in zahlreichen industriellen Produktionsprozessen zum Einsatz.
Zu den für die Verarbeitung wichtigen Größen gehören unter anderem Schüttdichte, Fließfähigkeit sowie Partikelgröße, -form und größenverteilung. Auch Feuchtigkeit und die Neigung zum Anhaften und Verdichten können das Verhalten eines Materials beeinflussen.
Ein frei fließendes Granulat stellt daher andere Anforderungen an die Anlagentechnik als ein feines, kohäsives Pulver oder ein faseriges Material. Schlecht fließende Schüttgüter können beispielsweise verdichten oder Brücken bilden und dadurch den Materialfluss aus einem Behälter beeinträchtigen oder vollständig unterbrechen.
Bedeutung von Schüttgütern für die Dosierung
Die Eigenschaften des Schüttguts haben direkten Einfluss auf die Auswahl und Auslegung des Dosiergeräts. Ziel ist ein möglichst gleichmäßiger und kontrollierter Materialfluss, damit die benötigte Menge zuverlässig dem nachfolgenden Prozess zugeführt werden kann.
Dafür stehen unterschiedliche Dosierprinzipien zur Verfügung. Je nach Material können beispielsweise Schneckendosierer, Vibrationsdosierer oder Dosierbandwaagen eingesetzt werden. Bei anspruchsvollen Schüttgütern können zusätzlich geeignete Austragshilfen erforderlich sein, um einen kontinuierlichen Materialfluss sicherzustellen.
Die genaue Kenntnis des Schüttguts ist deshalb eine wesentliche Voraussetzung für die Auswahl einer geeigneten Dosierlösung und einen zuverlässigen Produktionsprozess.