Schneckendosierer
Ein Schneckendosierer ist ein Dosiergerät, das Schüttgüter mithilfe einer rotierenden Dosierschnecke kontrolliert einem Produktionsprozess zuführt.
Wie funktioniert ein Schneckendosierer?
Das Material gelangt aus einem Vorrats- oder Dosierbehälter in den Bereich der Schnecke und wird durch deren Drehbewegung zum Auslauf transportiert. Über die Drehzahl der Schnecke lässt sich die Dosierleistung steuern.
Schneckendosierer eignen sich für eine große Bandbreite an Schüttgütern – von frei fließenden Granulaten bis zu Pulvern und anderen anspruchsvollen Materialien. Entscheidend für eine zuverlässige Dosierung ist, dass Schneckengeometrie, Materialzuführung und weitere Komponenten auf die Eigenschaften des jeweiligen Schüttguts abgestimmt sind.
Welche Dosierverfahren kommen bei Schneckendosierern zum Einsatz?
Die Dosierschnecke dreht sich in einem Schneckenrohr oder -trog und fördert dabei eine definierte Materialmenge in Richtung Auslauf. Die tatsächlich geförderte Menge wird unter anderem durch Schneckengeometrie, Drehzahl und die Eigenschaften des Schüttguts beeinflusst.
Schneckendosierer können volumetrisch oder gravimetrisch betrieben werden. Bei der volumetrischen Dosierung wird die Materialzufuhr über das Fördervolumen und die Schneckendrehzahl bestimmt. Bei der gravimetrischen Ausführung wird zusätzlich die tatsächlich dosierte Masse erfasst. Als Dosierdifferenzialwaage kann der Schneckendosierer beispielsweise nach dem Loss-in-Weight-Prinzip arbeiten: Aus der Gewichtsabnahme des Dosiersystems wird der aktuelle Massenstrom bestimmt und die Schneckendrehzahl bei Abweichungen entsprechend angepasst.
Ein- oder Doppelschneckendosierer?
Je nach Schüttgut und Dosieraufgabe können Ein- oder Doppelschneckendosierer eingesetzt werden. Bei einem Einschneckendosierer übernimmt eine einzelne Dosierschnecke den Materialtransport. Doppelschneckendosierer arbeiten mit zwei Schnecken und eignen sich insbesondere für anspruchsvollere Schüttgüter, beispielsweise schlecht fließende oder zum Anhaften neigende Pulver.
Zusätzliche Komponenten wie Rührwerke können den Materialfluss unterstützen und beispielsweise Brückenbildung im Dosierbehälter entgegenwirken. Für eine zuverlässige und präzise Dosierung kommt es daher auf das Zusammenspiel von Behältergeometrie, Austragshilfe, Dosierschnecke und Regelung an.