Austragshilfe
Eine Austragshilfe ist eine technische Maßnahme oder Einrichtung, die den zuverlässigen Austrag von Schüttgut aus einem Behälter unterstützt.
Wozu dienen Austragshilfen?
Sie kommen insbesondere bei Materialien zum Einsatz, die aufgrund ihrer Fließeigenschaften nicht selbstständig oder nicht gleichmäßig zum Behälterauslauf nachfließen.
Austragshilfen können dazu beitragen, Fließstörungen wie Brückenbildung zu vermeiden oder aufzulösen und einen möglichst gleichmäßigen Materialfluss zum nachfolgenden Prozess sicherzustellen. Sie spielen daher eine wichtige Rolle bei der Lagerung, Förderung und Dosierung von Schüttgütern.
Wann werden Austragshilfen benötigt?
Ob eine Austragshilfe erforderlich ist, hängt sowohl von den Eigenschaften des Schüttguts als auch von der Gestaltung des Behälters ab. Insbesondere feine, kohäsive oder schlecht fließende Materialien können dazu neigen, sich zu verdichten, an Behälterwänden anzuhaften oder stabile Materialbrücken zu bilden.
Neben der Fließfähigkeit beeinflussen unter anderem Partikelgröße und -form, Feuchtigkeit und Schüttdichte das Austragsverhalten. Auch Behältergeometrie, Auslaufgröße und Prozessbedingungen spielen eine wichtige Rolle.
Welche Arten von Austragshilfen gibt es?
Je nach Schüttgut und Anwendung kommen unterschiedliche technische Prinzipien zum Einsatz. Austragshilfen können das Material beispielsweise durch Vibration oder mechanische Bewegung mobilisieren und dadurch den Materialfluss in Richtung Auslauf unterstützen. Auch eine auf die Materialeigenschaften abgestimmte Gestaltung des Austragsbereichs kann zu einem zuverlässigen Schüttgutfluss beitragen.
Welche Lösung geeignet ist, lässt sich daher nicht allein anhand der gewünschten Dosierleistung bestimmen. Entscheidend ist das Zusammenspiel von Schüttguteigenschaften, Behälter und nachfolgendem Prozess. Insbesondere bei Dosieranwendungen ist ein gleichmäßiger Materialaustrag wichtig, damit das Dosiergerätkontinuierlich und zuverlässig mit Material versorgt wird.