Schüttdichte
Die Schüttdichte beschreibt das Verhältnis zwischen der Masse eines Schüttguts und dem Volumen, das es im aufgeschütteten Zustand einnimmt.
Welche Faktoren bestimmen die Schüttdichte?
Dabei werden auch die Hohlräume zwischen den einzelnen Partikeln berücksichtigt. Die Schüttdichte wird üblicherweise in Kilogramm pro Kubikmeter (kg/m³) oder Gramm pro Liter (g/l) angegeben.
Sie ist eine wichtige Eigenschaft von Schüttgütern wie Pulvern, Granulaten oder Pellets und spielt insbesondere bei der Auslegung von Dosier- und Förderprozessen eine Rolle. Anders als die Dichte des einzelnen Materials ist die Schüttdichte keine konstante Größe. Sie kann sich beispielsweise durch Verdichtung, Erschütterungen oder Veränderungen der Feuchtigkeit ändern.
Welche Bedeutung hat die Schüttdichte für die Dosierung?
Die Schüttdichte beeinflusst, welche Masse eines Schüttguts bei einem bestimmten Volumen dosiert wird. Das ist besonders bei der volumetrischen Dosierung relevant: Hier wird eine definierte Materialmenge anhand ihres Volumens zugeführt. Verändert sich die Schüttdichte, kann sich bei gleichbleibendem Dosiervolumen auch die tatsächlich dosierte Masse verändern.
Bei der gravimetrischen Dosierung wird dagegen die ausgetragene Masse erfasst und die Dosierleistung entsprechend geregelt. Dadurch lassen sich Schwankungen der Schüttdichte besser berücksichtigen und eine hohe Dosiergenauigkeit erreichen.
Warum ist die Schüttdichte bei der Auslegung wichtig?
Die Schüttdichte ist ein wichtiger Parameter für die Auswahl und Dimensionierung von Dosiergeräten. Zusammen mit der erforderlichen Dosierleistung beeinflusst sie beispielsweise die Größe des Dosierbehälters und die Auslegung des Dosiergeräts.
Darüber hinaus steht die Schüttdichte im Zusammenhang mit weiteren Materialeigenschaften wie Partikelgröße, Partikelform und Fließfähigkeit. Für eine zuverlässige Dosierung sollten diese Eigenschaften daher nicht isoliert betrachtet werden.