Volumetrische Dosierung
Bei der volumetrischen Dosierung wird ein Material anhand seines Volumens dosiert.
Was kennzeichnet die volumetrische Dosierung?
Das Dosiergerät gibt pro Zeiteinheit ein definiertes Materialvolumen ab, ohne das tatsächliche Gewicht kontinuierlich zu erfassen. Das Verfahren eignet sich insbesondere für Schüttgüter mit weitgehend konstanten Materialeigenschaften und gleichmäßiger Schüttdichte.
Volumetrische Dosierung wird in zahlreichen industriellen Prozessen eingesetzt, um Pulver, Granulate, Pellets oder andere Schüttgüter kontinuierlich oder chargenweise zuzuführen.
Wie funktioniert die volumetrische Dosierung?
Die Materialmenge wird über das Fördervolumen des Dosiergeräts bestimmt. Bei einem Schneckendosierer hängt die Dosierleistung beispielsweise vom Volumen der Dosierschnecke und ihrer Drehzahl ab. Je schneller sich die Schnecke dreht, desto mehr Material wird innerhalb eines bestimmten Zeitraums gefördert.
Anders als bei der gravimetrischen Dosierung wird die tatsächlich geförderte Masse dabei nicht kontinuierlich durch eine Wägung kontrolliert. Ändert sich die Schüttdichte des Materials, kann deshalb trotz konstantem Fördervolumen die tatsächlich dosierte Masse variieren.
Wann eignet sich volumetrische Dosierung?
Volumetrische Dosierung bietet sich vor allem bei gut fließenden Schüttgütern mit relativ konstanter Schüttdichte und bei Anwendungen an, bei denen keine kontinuierliche Gewichtskontrolle erforderlich ist.
Die Eigenschaften des Schüttguts spielen daher eine wichtige Rolle bei der Auslegung. Schwankungen der Schüttdichte, Veränderungen des Fließverhaltens oder eine ungleichmäßige Befüllung des Dosiergeräts können sich auf die Dosiergenauigkeit auswirken.
Ist eine besonders hohe Genauigkeit erforderlich oder schwanken die Materialeigenschaften stärker, kann eine gravimetrische Dosierung sinnvoll sein. Welches Dosierprinzip geeignet ist, hängt deshalb immer von Material und Prozessanforderungen ab.