Dosiertechnik
Dosiertechnik umfasst Verfahren und technische Systeme, mit denen Materialien in einer definierten Menge einem Produktionsprozess zugeführt werden.
Wie funktioniert Dosiertechnik?
Je nach Anwendung können dabei Schüttgüter wie Pulver, Granulate, Fasern oder Flocken ebenso dosiert werden wie Flüssigkeiten. Entscheidend ist, dass die benötigte Materialmenge kontrolliert, zuverlässig und mit der erforderlichen Genauigkeit bereitgestellt wird.
Volumetrische oder gravimetrische Dosierung
Grundsätzlich wird zwischen volumetrischer und gravimetrischer Dosierung unterschieden. Bei der volumetrischen Dosierung wird das Material anhand seines Volumens zugeführt. Die gravimetrische Dosierung basiert dagegen auf dem tatsächlichen Gewicht des Materials. Dabei wird die Gewichtsveränderung pro Zeiteinheit während des Dosierprozesses erfasst und die Dosierleistung entsprechend geregelt.
Welche Dosiertechnik sich für eine Anwendung eignet, hängt nicht allein von der gewünschten Dosierleistung ab. Ebenso wichtig sind die Eigenschaften des zu verarbeitenden Materials. Schüttdichte und Fließverhalten können beispielsweise erheblichen Einfluss darauf haben, wie gleichmäßig sich ein Schüttgut austragen und dosieren lässt. Auch die erforderliche Dosiergenauigkeit, die Platzverhältnisse am Aufstellort sowie die Anforderungen an Reinigbarkeit und Produktwechsel spielen bei der Auslegung eine Rolle.
Dosiertechnik für industrielle Prozesse
Dosiertechnik kommt überall dort zum Einsatz, wo Rohstoffe, Additive oder andere Komponenten einem Prozess gezielt zugeführt werden müssen – beispielsweise in der Kunststoff-, Lebensmittel-, Pharma-, Chemie- oder Baustoffindustrie.
Je nach Material und Prozessanforderung kommen unterschiedliche Dosiergeräte zum Einsatz. Dazu zählen unter anderem Ein- und Doppelschneckendosierer, Vibrationstrogdosierer, Dosierdifferenzial- oder Dosierbandwaagen. In Verbindung mit geeigneter Wäge- und Steuerungstechnik lassen sich so auch komplexe Dosieraufgaben automatisieren und reproduzierbar ausführen.