Wägezelle
Wägezellen sind Sensoren, die die Gewichtskraft einer aufgebrachten Last erfassen und in ein elektrisches Signal umwandeln.
Wofür werden Wägezellen eingesetzt?
Sie sind zentrale Komponenten der Wägetechnik und kommen überall dort zum Einsatz, wo Gewichte zuverlässig und präzise erfasst werden müssen. In der Dosiertechnik bilden sie die messtechnische Grundlage gravimetrischer Dosiersysteme. Ihre Messwerte ermöglichen es, die dosierte Materialmenge beziehungsweise die Dosierleistung zu überwachen und bedarfsgerecht zu regeln.
Wie funktioniert eine Wägezelle?
Viele Wägezellen arbeiten mit Dehnungsmessstreifen (DMS). Wird die Wägezelle belastet, verformt sich ein elastischer Messkörper geringfügig. Die Dehnungsmessstreifen erfassen diese Verformung über eine Änderung ihres elektrischen Widerstands. Das daraus entstehende Messsignal wird von der Wägeelektronik verarbeitet und in einen Gewichtswert umgerechnet.
Neben analogen kommen auch digitale Wägezellen zum Einsatz. Bei digitalen Systemen wird das Messsignal digital verarbeitet und übertragen. Je nach Ausführung können Filter- und Kompensationsfunktionen dazu beitragen, störende Einflüsse auf die Messung zu reduzieren.
Welche Bedeutung haben Wägezellen für die Dosiertechnik?
In gravimetrischen Dosiergeräten ermöglichen Wägezellen die präzise Erfassung des Gewichts. Bei einer Dosierdifferenzialwaage wird beispielsweise das Gewicht des Dosierbehälters einschließlich seines Inhalts und der mitgewogenen Komponenten kontinuierlich gemessen. Aus der Gewichtsabnahme pro Zeiteinheit ermittelt die Steuerung die tatsächliche Dosierleistung und passt diese bei Abweichungen vom Sollwert entsprechend an.
Die Messgenauigkeit hängt unter anderem vom Messbereich und der Auflösung der Wägezelle sowie von den Einbaubedingungen ab. Auch Erschütterungen, Temperaturschwankungen und mechanische Einflüsse können das Messergebnis beeinträchtigen.